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Vorbemerkungen zur Kontemplation

Kontemplation meint den Weg in das Wesensinnere der menschlichen Persönlichkeit. Sie bildet die Urform der Psychotherapie, weil sie die Begegnung mit dem eigenen Wesensgrund anbietet. Der kontemplative Mensch schaut in seine Daseinstiefe und erkennt, dass die wirkliche Kraft-quelle für seine Lebensgestaltung in seinem Inneren liegt.

In der Kontemplation wird sich der Mensch seiner spirituellen Beziehung zum Übernatürlichen bewusst. Durch die schweigende Versenkung in sich selbst und durch das innere Stillwerden erschließt sich auch dem suchenden Menschen der Gegenwart manche Erkenntnis, die der kurzatmige Zeitgeist nicht zu vermitteln vermag.

Für die seelische Heilung aber sind Gelassenheit, Geduld und Besonnenheit fundamentale Voraussetzungen. Der kontemplierende Mensch weiß um diese Werte, da sie ihm in der Kontemplation geschenkt wurden.

„Kontemplation ist das Erwachen zur göttlichen Gegenwart im Herzen jedes Menschen und im ganzen Universum. Kontemplation ist Erkenntnis im Zustand der Liebe.“ Bede Griffiths, Benediktinermönch (1906 - 1993)